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Gesamtkonzeption


Konzept

Kindergarten und Krippe

Villa Hokus - Pokus

Leopoldstr. 149,

80804 München

 

Tel.089-12 76 40 55

www.villa-hokus-pokus.de

 

 

Stand: März 2021

Inhalt:

1.0 Gesetzliche Grundlage

2.0 Lage der Kindertagesstätte

3.0 Leitbild des Trägers

4.0 Pädagogische Konzeption

4.1  Der pädagogische Ansatz

4.2  Öffnungs- und Urlaubszeiten

4.3  Gruppenstruktur

4.4  Eingewöhnung

4.5  Übergänge

4.5.1. Übergang: Familie – Krippe

4.5.2. Übergang: Krippe – Kindergarten

4.5.3. Übergang: Kindergarten – Schule

 

4.6  Ernährung und Verpflegung

4.7  Pflege der Kinder

4.8  Ziele der Kindertagesstätte

4.8.1  Rechte der Kinder

4.8.1.1. Teilhabe und Mitwirkung der Kinder,

Partizipation im „Ü3 Bereich“

4.8.1.2. Teilhabe und Mitwirkung der Kinder,

Partizipation im „U3 Bereich“

4.8.1.3. Kinderschutzkonzept

4.8.2  Fördern von kindlichen Bedürfnissen

4.8.3  Förderung benachteiligter Kinder (Münchner Förderformel)

4.8.4  Umgang mit Antisemitismus, Radikalismus, Rechtsextremismus…

4.8.5  Geschlechtersensible Erziehung

 

4.9.  Tagesstruktur

 

4.10.  Bildungsangebote

4.10.1.  Vorschule

4.10.2.  Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung

4.10.3.  Musikalische Früherziehung

4.10.4.  Sprachliche Bildung und Förderung

4.10.5.  Das Würzburger Sprachprogramm

4.10.6.  Medienpädagogik/ Schlaumäuse

4.10.7.  Bewegungserziehung

4.10.8.  Umweltbildung und -erziehung

4.10.9. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

4.10.10.  Kochen mit Kindern

4.10.11.  Erlebnispädagogik

4.10.12.  Verkehrserziehung

4.10.13.  Portfolios

4.10.14.  Kinderhaus eigene Bücherei

4.10.15.  Englisch

4.10.16.  Beobachtungbögen

4.10.16.1  GABIP - Ganzheitliches Bildungsdokumentations-Programm

4.10.16.2.  Beobachtungsbögen: Sismik, Seldak und Perik

4.10.17.  Villa Hokus Pokus und Ampo Mia

4.10.18.  Interkulturelle Pädagogik

 

 

4.11. Pädagogische Projekte

4.11.1.  Unterschiede zwischen pädagogischen Angeboten und Projektarbeit

4.11.2.  Methodisches Handeln beim Erarbeiten von pädagogischen Projekten

4.11.3.  Beispiele für pädagogische Projekte

 

 

4.12.  Feste feiern, Events und Besonderheiten

 

 

4.13.  Teamarbeit

4.13.1.  Grundsatz der Teamarbeit

4.13.2.  Inhalte unserer Teamarbeit

4.13.3.  Methoden erfolgreichen Teamarbeit

4.13.3.1 Fortbildungen des pädagogischen Personals

 

4.14.  Elternarbeit

4.14.1.  Ziele der Elternarbeit

4.14.2.  Methoden erfolgreicher Elternarbeit

4.14.3.  Aufgaben des Elternbeirates

 

5.0. Qualitätsmanagement

 

6.0. Buchungszeiten und Betreuungskosten

 

7.0. Das Schlusswort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.0 Gesetzliche Grundlage

Unser Konzept und unsere Arbeit basiert auf der gesetzlichen Grundlage des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG), mit den dazugehörenden Ausführungsverordnungen (AVBayKiBiG).

Darin sind u.a. allgemeine Bestimmungen und die Bildungs- und Erziehungsarbeit geregelt. Weiter gibt das Sozialgesetzbuch (SGB VIII) Regelungen zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen vor.

 

KITA VILLA HOKUS POKUS

wird gefördert durch




Die Kita Villa Hokus Pokus nimmt seit Januar 2021 und bis auf weiteres an der Münchner Förderformel teil.

Die Elternbeiträge sind auch während der Schließzeiten und bei Abwesenheit des Kindes zu zahlen. Bei Unterschrift des Betreuungsvertrags ist eine nichtverzinsliche Sicherheitsleistung in Höhe von 400 € zu leisten.

Bei einem Jahreseinkommen bis zu 15.000 € und nach Einreichen eines Nachweises hierüber wird die Sicherheitsleistung auf 200 € reduziert. Nach Austreten des Kindes wird die Sicherheitsleistung zurückerstattet. Eine Anmeldegebühr wird nicht erhoben.

Ab dem zweiten Kind, sofern Geschwisterkinder in derselben Hauptwohnung innerhalb der Familiengemeinschaft zusammen leben, und für die mindestens ein dort lebender Erwachsener kindergeldberechtigt ist, können Sie einen Antrag auf Geschwister-Ermäßigung stellen. Alle weiteren Infos dazu sowie das notwendige Formular erhalten Sie von uns bei Vertragsabschluss oder unter www.muenchen.de

Die tägliche Kernzeit beginnt um 9:00 Uhr und endet um 13:00 Uhr.

 

 

Bei Eintritt des Kindes in den Kindergarten übergeben die Erziehungsberechtigten den Erzieherinnen einen Teil ihrer Befugnisse und Pflichten. Dies betrifft hauptsächlich die tatsächlich Personensorge (§ 1626 BGB). Ein Teil der Personensorge ist die Aufsichtspflicht. Die Erzieherinnen erhalten während des Aufenthalts des Kindes in der Einrichtung die vertragliche Aufsichtspflicht. Voraussetzung für die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht im Kindergarten ist, dass das Kind im jeweiligen Gruppenraum einer pädagogischen Fachkraft übergeben wird und diese davon Kenntnis nehmen konnte. Ebenso darf das Kind nur von Personen abgeholt werden, die im Betreuungsvertrag angegeben sind.

In Ausnahmefällen ist der Kindergarten rechtzeitig zu informieren.

Meldung bei Krankheit:

Jede meldepflichtige Krankheit ist sofort dem staatlichen Gesundheitsamt zu melden. Im Interesse des Kindes bitten wir Allergien, organische Schwächen, psychische Merkmale und andere Besonderheiten der zuständigen Fachkraft mitzuteilen. Medikamente dürfen von den Mitarbeiterinnen nicht verabreicht werden.

 

2.0 Lage der Kindertagesstätte

 

Die Kita Villa Hokus Pokus befindet sich verkehrsgünstig direkt an der Tramlinie 23 und Buslinie 142, Haltestelle Parzivalplatz.

Mit der U-Bahn U3 und der U6 bis Münchener Freiheit und dann mit der Tram 23 bis zum Parzivalplatz. ( Zwei Tramstationen).

 

3.0. Leitbild des Trägers

Kindertagesstätte Villa Hokus Pokus ist in privater Trägerschaft und erfüllt die Voraussetzungen des BayKiBiGs und die Voraussetzungen der Münchner Förderformel.

Frau Cullmann ist eine juristische Privatperson die im Jahr 2007 ihre Ausbildung zur Erzieherin erfolgreich abgeschlossen hat und seither als Erzieherin im Gruppendienst arbeitet. Bevor sie die Trägerschaft der Villa Hokus-Pokus übernahm arbeitete sie ein Jahr lang als Leitung in selbigem Haus.

2009 erweiterte Frau Cullmann ihre pädagogische Ausbildung und nahm an einer Weiterbildung zur offiziell anerkannten Lernbegleiterin teil.

2011 übernahm Frau Cullmann das Kinderhaus und arbeitet seither aktiv im Gruppendienst mit. Die Nähe zu den Kindern, Mitarbeitern und Eltern ist ein ihr sehr wichtiges Grundkonzept.

Das Kind in seiner Einzigartigkeit anzunehmen und die Achtung seiner Würde ist der Antrieb unseres täglichen Handelns.

 

 

4.0. Pädagogische Konzeption

4.1. Der pädagogische Ansatz

Wir arbeiten mit unseren Kindern lebensorientierend und situationsbezogen.

Durch die Übernahme von Verantwortung stellen die Kinder einen direkten Bezug zum Leben her und erkennen dadurch den Sinn in ihrem Tun und Handeln. Sie fühlen sich dabei frei und nicht bevormundet. Diese Erfahrung erzielen sie durch tastende Versuche, durch Forschen, Experimentieren und Entdecken. Sie folgen dabei ihrem eigenen Antrieb und Rhythmus.

Dabei entwickelt sich bei den Kindern Produktivität, Selbständigkeit, Kreativität, Kompetenz, Gemeinschaftssinn und Anteilnahme. Die Erzieherinnen und Erzieher unterstützen und begleiten das Lernen und Arbeiten in einer anregungsreichen und einer der Bildung herausfordernden Umgebung.

Das Kind mit seinem Forschungs- und Wissensdrang steht im Mittelpunkt des Beziehungsgeflechts Kind-Eltern-Erzieher-Umwelt.

Bei allen Angeboten wird auf die Erfahrung der Kinder, die diese aus eigener Anschauung gewinnen sollen, geachtet. Eine ganzheitliche Erziehung mit Platz für soziales, musisches, manuelles, schöpferisches und kognitives Lernen und Tun ist das Grundprinzip.

In unserer Kindertagesstätte arbeiten wir lebens - und situationsorientiert mit Teilansätzen aus der Freinet- und Fröbel- Pädagogik.

 

Der pädagogische Ansatz von Celestin Freinet, der in erster Linie auf die Bedürfnisse von Schulkindern ausgerichtet ist, übertragen wir auch auf das Zusammenleben mit jüngeren Kindern.

Die Freinet Pädagogik macht das Leben des Kindes, seine Bedürfnisse und Möglichkeiten zum Ausgangspunkt ihrer Praxis. Kinder dürfen Entscheidungen treffen, für sich und andere Verantwortung tragen. Sie sollen sich mit Dingen, Gegenständen, Themen und Fragen beschäftigen, die aus ihrem eigenen Leben stammen und sollen dabei ihrem individuellen Rhythmus folgen dürfen. Sie sollen frei tasten, versuchen, ausprobieren und experimentieren sowohl mit Material wie auch mit Werkzeugen als auch mit sozialen Regelungen. Dabei sollen die Kinder spüren, dass ihnen vertraut und ihnen auch zugetraut wird. Zum Erreichen dieser Ziele verwandelt sich unsere Kindertagesstätte regelmäßig einmal in der Woche zu einer Holzwerkstatt in der sich die Kinder nach den Ansätzen der Freinet Pädagogik frei ausleben dürfen.

 

Friedrich Fröbel hat freie, denkende und selbständige Menschen als sein Erziehungsziel angesehen. Die bedeutsamste Methode der Selbstbildung von Kindern stellt das freie, selbständige Spiel in einem durch die Erzieher  gegebenen Rahmen dar. So werden zum Beispiel beim Projekt: „die Isar lebt“ die Kinder ermutigt nach einem angeleiteten Angebot durch das freie Spiel sich weiter zu entfalten und zu bilden.

4.2.Öffnungs- und Urlaubszeiten

Unsere Öffnungszeiten richten sich nach den Möglichkeiten und Bedürfnissen unserer berufstätigen Eltern und den schulpflichtigen Geschwisterkindern aus.

Um ihren Arbeitszeiten gerecht zu werden, öffnet unser Kinderhaus Montag bis Freitag um 7:30 Uhr und schließt um 17:30 Uhr.

Das Kinderhaus ist an ca. 20 Tagen im Jahr geschlossen Die genaue Schließtage richten sich nach den bayerischen Schulferien und werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Eingeschränkter Dienst:

Aus Gründen der Arbeitszeit und Urlaubsregelung ist es notwendig, in den besuchsarmen Wochen in den Weihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertagen die Kita im eingeschränkten Betrieb zu führen. Die Anmeldung für den eingeschränkten Dienst wird schriftlich in einer Liste erfolgen, die rechtzeitig vor den Feiertagen ausgehängt wird. Es gelten grundsätzlich dieselben Öffnungszeiten.

Somit können die Mitarbeiter ihren Urlaub bzw. Fortbildungen besser planen und verteilen.

Um die pädagogische Arbeit sinnvoll und effektiv zu gestalten, ist es wichtig, dass die Kinder unsere Einrichtung regelmäßig besuchen. Die Eingangstür ist von 9.00 bis 13.00 Uhr geschossen, um den Kindern einen störungsfreien und pädagogisch auf sie abgestimmten Tagesablauf zu ermöglichen. Eltern sollen sich aus diesem Grund bis spätestens 9.00 Uhr von ihrem Kind verabschiedet und die Kindertagesstätte verlassen haben.

Ab 13.00 Uhr dürfen die Kinder gemäß den gebuchten Stunden abgeholt werden. Für Regelungen außerhalb unserer regulären Bring- und Abholzeiten ist eine mündliche Absprache notwendig.

 

 

4.3. Gruppenstruktur

In unserem Kinderhaus können 35 Kinder ganztägig betreut werden.

Für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren steht die Krippengruppe mit 12 gleichzeitig anwesenden Kindern zur Verfügung.

In einem Alter von 3 bis 6 Jahren werden 23 Kinder in einer Kindergartengruppe betreut.

Die Gruppen werden entsprechend den individuellen Bedürfnissen der Kinder gebildet. Um den Anforderungen gerecht zu werden, haben wir uns für altersgemischte Gruppen entschieden. Wir sind der Meinung, dass Kinder in gemischten Altersgruppen voneinander profitieren und lernen können.

In jeder Gruppe wird eine qualitative pädagogische Arbeit durch ausgebildete Fachkräfte und einen empfohlenen Anstellungsschlüssel gewährleistet.

 

Unsere Räumlichkeiten sind gleichzeitig unser „dritter Erzieher“. Die Gruppenräume werden von den Kindern mitgestaltet und dienen nicht nur als „Aufenthaltsraum“ sondern sollen den Kindern auch als eine vorbereitete Umgebung dienen.

Ordnung und Struktur verschaffen gezielte Anleitung und gleichzeitig hohe Freiheit zum Ausprobieren.
Sie sollen für die Kinder gleichzeitig ein Ort sein, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen und in dem sie auch Rückzugsmöglichkeiten haben.
Die Räume sollen Kinderwelten sein, die selbstständig erobert, umgestaltet und belebt werden können.
Einmal im Monat findet eine Kinderkonferenz statt, in der die Kinder ihre Wünsche, Ideen und Anregungen bezüglich der Raumausstattung und der Räumlichkeiten einbringen können.

 

4.4. Eingewöhnung

Mit dem Eintritt in die Kinderkrippe, oder in den Kindergarten beginnt für die Kinder ein neuer, wichtiger Lebensabschnitt.

Vieles, was die Kinder - auch in der Schule - brauchen, lernen sie schon im Kindergarten: z. B. Regeln einzuhalten, sich zu behaupten und sich mit anderen zu einigen. Das erste Mal geht das Kind eine langfristige Bindung außerhalb der Familie ein, mit festen Bezugspersonen, mit einer festen Gruppe.


Wir wollen Kind und Eltern bei diesem Trennungsprozess und Übergang individuell begleiten. Die Kinder sollen in ihrer persönlichen Entwicklung mit all ihren Fähigkeiten gefördert werden. Gleichzeitig helfen wir den Kindern in die Gruppe hineinzuwachsen und zu erleben: ich gehöre in diese Gemeinschaft mit all meinen Schwächen und Stärken, ich darf mich wohl fühlen und geborgen wissen. Das Wohl und die Bedürfnisse des Kindes stehen hierbei für uns im Mittelpunkt. Die individuellen Die Eingewöhnungszeit soll demnach in der jeweils passenden Art und Geschwindigkeit stattfinden.

 

Die individuelle Gestaltung der Eingewöhnungszeit bedingt aus diesem Grunde eine genaue Beobachtung des Kindes. Wann und in welchem Maße eine Interaktion des Kindes mit seiner direkten Umwelt stattfindet entscheidet über den Moment, in dem sich die Eltern beginnen zu verabschieden. So einzigartig die Kinder, so unterschiedlich auch für uns der richtige Moment der Verabschiedung: dies kann bereits nach wenigen Stunden oder erst nach Tagen der Eingewöhnung der Fall sein. Die Verabschiedung hat aber in allen Fällen immer im Beisein des Kindes zu erfolgen. Die Trennungszeit wird an den folgenden Tagen dann sukzessive ausgeweitet bis sie die Normalzeit umfasst.

 

 

 

4.5.Übergänge

4.5.1. Übergang: Familie – Krippe

 

Mit dem Eintritt in die Krippe, den Kindergarten, beginnt für die Kinder ein neuer wichtiger Lebensabschnitt.
Das erste Mal geht das Kind eine langfristige Bindung außerhalb der Familie ein, mit festen Bezugspersonen und einer festen Gruppe.
Wir wollen Kind und Eltern bei diesem Trennungsprozess und Übergang individuell begleiten.
Die Eingewöhnungsphase ist ein Prozess, der von Erziehern und Eltern gemeinsam gestaltet wird. Es läuft von Kind zu Kind individuell ab.
Wenn das Kind neu in die Einrichtung kommt, befindet es sich in der Fremdheitsphase. Um diese erfolgreich bewältigen zu können, ist zwingend eine Bezugsperson notwendig.
Um die Einrichtung und die Abläufe in einer entspannten und stressfreien Atmosphäre kennen lernen zu können, begleiten die Eltern (Vater oder Mutter) in der gesamten Fremdheitsphase ihr Kind.
In der Eingewöhnungszeit lernen das Kind und die Eltern, sich voneinander zu lösen.
Wenn das Kind die Fremdheitsphase erfolgreich überwunden hat, fängt es an, sich einen festen Platz in der Gruppe zu suchen.
Wir helfen den Kindern, in die Gruppe hineinzuwachsen, und zu erleben: ich gehöre in diese Gemeinschaft mit all meinen Schwächen und Stärken, ich darf mich wohl und geborgen fühlen.

 

4.5.2. Übergang: Krippe – Kindergarten

Unsere Krippenkinder kennen das gesamte Umfeld. Besuche von Kindergartenkindern in der Krippe zum gemeinsamen Singen, der gemeinsame Aufenthalt im Garten, das gemeinsame Feste feiern, und das morgendliche Treffen in den Kindergartenräumen bauen Berührungsängste ab. Dadurch fällt der Übergang in den Kindergarten sehr leicht.

 

4.5.3. Übergang Kindergarten – Schule

Die Vorschulkinder werden speziell durch den Vorschulunterricht auf die Schule vorbereitet. Damit das Kind den Übertritt in die Schule leichter bewältigt und die Anforderungen im neuen Bereich nicht zur Belastung werden, bereiten wir in unserer Einrichtung auch die Eltern auf den Übertritt in die Schule vor.
Die Eltern werden monatlich mit einem Brief informiert, welches Thema gerade aktuell ist, und welche Aufgaben hineinfließen.
Immer am ersten Tag vom neuen Monat bekommen unsere Vorschulkinder Hausaufgaben verteilt. Diese beinhalten den Stoff vom vorherigen Monat und sind Pflicht. Die Hausaufgaben sind mit Begleitung der Eltern zu erledigen. Jedes Kind bekommt einen persönlich an ihn adressierten Brief, in dem beschrieben ist, was zu tun ist. Am Ende des Briefes stehen noch ein paar motivierende Sätze, in denen das Kind persönlich angesprochen und gelobt wird. Das Ziel ist nicht nur, den Kindern Freude und Interesse zu vermitteln, sondern die Eltern dazu zu bringen, ihre Kinder von Anfang an bei den Lernprozessen zu begleiten und zu unterstützen. Den Abschluss bildet ein Schnupper-Besuch in der Schule.

Verstärkt üben wir mit den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Alle Übergangsprozesse werden von uns begleitet und durch ein Willkommens- bzw. Abschiedsritual bewusst gemacht.

 

4.6.Ernährung und Verpflegung

Die Ernährung eines Kindes hat direkte Auswirkungen auf seine Gesundheit. Sie entscheidet über das allgemeine Wohlbefinden und beeinflusst den gesamten Organismus.

Deshalb ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung heutzutage so wichtig.

Im Kinderhaus wird das Mittagessen täglich von unserer Köchin frisch zubereitet. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, ausgewogen durch die Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette steht im Vordergrund. Regelmäßig bieten wir Fisch, Salate, Rohkost und Obst an.

Durch das „selber Kochen“ können wir Rücksicht auf Kinder mit Allergien und religiösen Essgewohnheiten nehmen.

Die Speisepläne werden regelmäßig mit dem Elternbeirat besprochen und reflektiert.

Es ist wichtig, dass die Köchin persönlichen Kontakt zu den Kindern hat, damit diese wissen, wer das Essen kocht und wo es herkommt.

Wir bieten in unserem Kinderhaus nicht nur warmes, frisch zubereitetes Mittagessen, sondern auch eine von uns gestellte Brotzeit und Abendessen.

Diese Brotzeiten bestehen überwiegend aus frischem Gebäck (Brot, Semmeln, Brezel …), Käse und Wurstwaren, sowie Obst und Rohkost. Auch Müsli und Cornflakes können auf Wunsch der Kinder angeboten werden.

Getränke: Den Kindern steht den ganzen Tag über ein Angebot an gesunden Getränken bereit. Alle Kannen bzw. Kanister sind in Griffhöhe der Kinder und dabei stehen ausreichend Becher zur Verfügung.

Die Kinder können zwischen Tee oder Wasser den ganzen Tag über frei wählen. Zu den Brotzeiten gib es noch zusätzlich Vollmilch zur Auswahl.

 

4.7. Pflege der Kinder – Sauberkeitserziehung

Wickelsituation nach Bedarf:

Kinder mit Wickelbedarf werden auf dem Wickeltisch im Schlafraum gewickelt. Um jedoch die Intimität der Kinder zu bewahren, ist unsere Wickelkommode mit extra hohen Seitenwänden ausgestattet und bietet damit genügend Sichtschutz beim Wechseln der Windel. Hierfür wird für jedes Kind eine neue Wickelunterlage verwendet. Diese wird nach jedem Gebrauch entsorgt. Der gesamte Wickeltisch wird daraufhin mit geeignetem Putzmittel gereinigt und desinfiziert und der Schlafraum für ungefähr 15 Minuten gelüftet.

 

Wickelsituation vor der Mittagsruhe:

Vor dem Mittagsschlaf werden die Kinder der Reihe nach im Schlafraum gewickelt. Während die Kinder danach in den Gruppenraum gehen und die Erzieherin eine Geschichte vorliest wird der Gruppenraum für 15 Minuten sehr gut durchgelüftet. Die Erzieher tragen bei jedem Wechseln der Windel Einweghandschuhe. Die Windeln werden in einem speziellen Windeleimer mit antibakterieller Wirkung entsorgt. Dieser spezieller Windeleimer lässt ebenso keine unangenehmen Gerüche durch. Darüber hinaus wird der Eimer vor dem Schlafen komplett entleert und in der Mülltonne entsorgt.

 

Ausweichmöglichkeit:

Im Sanitärbereich befindet sich ein klappbarer Wickeltisch, dieser wird bei Bedarf als Ausweichwickeltisch genutzt.

4.8. Ziele der Kindertagesstätte

  • Alle sollen sich wohl fühlen und geborgen wissen
  • Individuelle und ganzheitliche Förderung
  • Respektvoller Umgang miteinander
  • Soziales und Emotionales Lernen
  • Zeit und Freiraum für Kreativität
  • Musikalische Früherziehung
  • Erfahrungen mit Naturwissenschaft und Technik
  • Alltagswissen
  • Lesen und Erzählen, Sprechen und Verstehen
  • Kennen lernen von Festen und Brauchtum im Jahreskreis
  • Ruhe und Konzentration
  • Vorbereitung auf die Schule, Förderung von Konzentration und Ausdauer
  • Vertraut werden mit einer zweiten Sprache (Englisch)
  • Partnerschaftliche Elternarbeit

 

4.8.1.Rechte der Kinder

In der Villa Hokus-Pokus legen wir großen Wert auf die Mitspracherechte unserer Kinder.

Jedes Kind hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf Achtung und Wertschätzung, sowie auch auf Geborgenheit, Schutz, Verständnis und Zuwendung.

Die Kinder sollen den Raum bekommen sich bei Erwachsenen frei und angstfrei äußern zu können- und „Nein“ sagen zu können. Damit lernen sie eine partnerschaftliche Beziehung zu Erwachsenen.

Jedes Kind hat weiterhin das Recht auf Förderung und Bildung, auf Regeln und Grenzen, aber auch auf Ruhe und in Ruhe gelassen zu werden.

Das Recht die eigenen Gefühle zeigen zu können und das Recht auf Fantasie und Spiel.

Kinder haben das Recht auf Gleichheit und Gerechtigkeit, was wiederum mit der Erfahrung der Konsequenz des eigenen Verhaltens verbunden ist.

 

 

4.8.1.1 Teilhabe und Mitwirkung der Kinder, Partizipation im „Ü3 Bereich“

Kinder haben das Recht an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Das beinhaltet auch das Recht sich gegebenenfalls nicht zu beteiligen. Die Erwachsenen haben allerdings die Verpflichtung die Kinder zur Beteiligung zu ermutigen. Der Mitwirkung, der Mitgestaltung und der Mitbestimmung in der alltäglichen Arbeit in der Kindertagesstätte kommt daher besondere Bedeutung zu. Dieses zu organisieren ist Aufgabe der Erzieherinnen und Erzieher.

Bei den monatlich stattfindenden Kinderkonferenzen, haben die Kinder Gelegenheit nicht nur über den Kindergartenalltag mitzubestimmen.

 

4.8.1.2 Teilhabe und Mitwirkung der Kinder, Partizipation im „U3 Bereich“

Mit- oder Selbstbestimmung für Kinder bis Drei ergeben sich aus der täglichen Interaktion mit den Jungen und Mädchen und der Sensibilität der Fachkraft. Auch im Krippenbereich sind Kinder durch Mimik, Gestik oder Sprachgebrauch in der Lage ihre Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken. So hat ein Erwachsener auch zu hinterfragen „Muss das jetzt ein Erwachsener entscheiden oder ist es vertretbar die Meinung des Kindes mit einzubeziehen?“
Die Entscheidung ist nicht immer einfach für Fachkräfte und muss stets eine gesunde Balance zwischen Fürsorge und Autonomie halten. Es ist wichtig die Situation als Prozess zu verstehen, in welchem man aus Erfahrung lernen kann.

Kinder zu unterstützen, Beschwerden vorzubringen ist eine besondere Herausforderung, wenn diese aufgrund ihres Alters, ihrer Entwicklung oder ihrer Beeinträchtigung (noch) nicht in der Lage sind, diese Beschwerde zu äußern. Aber auch Krippenkinder sind in der Lage ihren Unmut über eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Verhalten zum Ausdruck zu bringen. Es ist wichtig, nonverbale Äußerungen, Mimik und Gestik wahrzunehmen und darauf entsprechend zu reagieren. Hier ist gegenseitige Unterstützung im Team notwendig, da nicht alle Fachkräfte diese Beschwerden gleichermaßen wahrnehmen. Hier gilt es sich als Fachkraft einzumischen und dementsprechende Regeln zum Umgang miteinander festzulegen.

Situationen mit Krippenkindern sind oft gekennzeichnet durch einen „wortlosen“ Aushandlungsprozess zwischen den Bedürfnissen des Kindes und den Interessen, Zielen und Vorgaben der Fachkräfte. Es gilt auf die Bedürfnisse und Kommunikationsformen jedes einzelnen Kindes sensibel und wertschätzend einzugehen. Beschwerdeverfahren für diese Kinder bedeuten in erster Linie die Gestaltung der Beziehung zum einzelnen Kind, den respektvollen Umgang und die achtsame Reaktion auf die Bedürfnisse des Kindes.

 

4.8.1.3 Kinderschutzkonzept

Vorbemerkung: Im Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe) § 8a hat der Gesetzgeber den Schutzauftrag definiert.

(1) Die Träger der geförderten Einrichtungen haben nach dem im BayKiBiG in Art. 9a ausgeführten Gesetz sicherzustellen, dass

1.deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte
für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,

2. bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird,

 

3. die Eltern sowie das Kind oder der Jugendliche in die

Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der

wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage

gestellt wird.“

In unserer Einrichtung tragen wir dafür Sorge, dass unsere Fachkräfte die Eltern im Bedarfsfall dahingehend beraten sich bei zuständigen Stellen / Ämtern professionelle Hilfe und Unterstützung zu holen.

Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bei Stellenantritt das Erweiterte Führungszeugnis vorzulegen.

 

Umgang mit konkreter Gefährdung des Kindeswohls:

Auf der Grundlage des o.g. Gesetzes in Verbindung mit dem Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) hat die jeweils zuständige Behörde der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) mit jedem ihrer Kita-Träger eine schriftliche „Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII“ abgeschlossen.

Demzufolge ist das Fachpersonal von Kindertagesstätten dazu verpflichtet, Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung aufmerksam wahrzunehmen und – unter Hinzuziehung einer erfahrenen Fachkraft – das Gefährdungsrisiko einzuschätzen, z.B. bei körperlicher und seelischer Vernachlässigung, seelischer und/oder körperlicher Misshandlung, sexueller Gewalt.

Das Fachpersonal wirkt bei den Personensorgeberechtigten darauf hin, dass Maßnahmen zur Abwendung des Gefährdungsrisikos in Anspruch genommen werden, wie z.B. Gesundheitshilfen, Beratung, Familienhilfe. Wenn diese Hilfen nicht in Anspruch genommen werden und / oder eine akute Gefährdung besteht, ist das Personal zu einer sofortigen Benachrichtigung des Jugendamtes / Allgemeinen Sozialdienstes verpflichtet.

 

Umgang mit einem erhöhten Entwicklungsrisiko:

Wenn das pädagogische Personal aufgrund seiner Beobachtungen Anzeichen eines erhöhten Entwicklungsrisikos feststellt (z.B. hinsichtlich einer starken Entwicklungsverzögerung oder einer drohenden oder bestehenden Behinderung), ist es verpflichtet, die Eltern darüber zu informieren und entsprechend zu beraten.

So soll mit den Eltern das weitere Vorgehen abgestimmt und erörtert werden, ob und welche Fachdienste hinzugezogen werden sollen, mit dem Ziel das Kind – innerhalb und außerhalb der KiTa – entsprechend seinen spezifischen Bedürfnissen zu fördern.

Umsetzung in unserer Einrichtung:

Allgemein ist uns der regelmäßige Austausch mit den Eltern über ihr Kind sehr wichtig. Hierzu führen wir regelmäßig Entwicklungsgespräche, die den derzeitigen Stand des Kindes wieder spiegelt. Im Team sprechen wir über den Umgang mit den Kindern und wie man das Kind in seinem „Ich“ stärken und unterstützen kann. Uns ist hierbei sehr wichtig, dass jedes Kind seine Gefühle und Bedürfnisse äußern darf.

Wenn Kinder das Bedürfnis haben „Doktorspiele“ zu spielen, vermitteln wir den Kindern ganz klar, dass das ein „Nein“ des Kindes gegenüber einem anderen Kind akzeptiert wird. Hierzu kann man auch mit den Kindern Projekte zum Thema „Mein Körper“ machen oder passende Bilderbücher mit den Kindern anschauen.

Beim Toilettengang entscheiden die Kinder, ob ihnen geholfen werden soll oder nicht. Sollten wir im Kindergarten noch Kinder mit Windeln haben, entscheidet das Kind, von wem es gewickelt werden möchte. Es sollte auf alle Fälle eine Vertrauensperson sein. Die Wickelsituation wird auch mit enger Absprache mit den Eltern besprochen.

So wird auch das langsame „Weglassen der Windel“ mit den Eltern besprochen, jedoch setzen wir das Kind nicht unter Druck.

Beim Körperkontakt achten wir darauf, das Kind nur auf seinen Wunsch auf den Arm, oder Schoß zu nehmen. Die persönlichen Grenzen der Kinder nehmen wir sensibel wahr und achten darauf, dass andere Kinder auch diese nicht überschreiten. Dies wird mit den Kindern auch immer wieder im Stuhlkreis thematisiert. Wir treten hier als Vorbild unserer eigenen Grenzen gegenüber dem Kind auf. Bei der Wahrnehmung des Schutzauftrages sollen so früh wie möglich das betroffene Kind und dessen Eltern beteiligt werden, außer der Schutz des Kindes wäre in dieser Situation gefährdet.

Sollten wir einen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung haben, gehen wir sofort in den Austausch mit der „Insoweit erfahren Fachkraft“ und informieren den Träger und nach Absprache - Beratungsstellen. Weitere Handlungsschritte werden dann in enger Absprache getroffen.

 

4.8.2.Fördern von kindlichen Bedürfnissen

Jedes Kind soll in seinen Bedürfnissen ernst genommen werden.

In der Psychologie wird zwischen angeborenen (primären) sowie sozialen (sekundären) und kulturell bedingten Bedürfnissen unterschieden.

Zu den primären Bedürfnissen gehören Hunger, Durst…. Zu den sekundären Bedürfnissen gehört das Streben nach sozialer Anerkennung und Integration.

Der amerikanische Psychologe Maslow hat fünf Bedürfnisebenen definiert. Dabei strebt der Mensch zunächst die unterste Ebene dieser Bedürfnispyramide an, um danach die nächst Höhere zu erreichen.

Maslows Bedürfnispyramide beginnt mit physiologischen Grundbedürfnissen wie Essen, Trinken, Schlafen…. Diese werden in unserer Gesellschaft nahezu immer befriedigt. Dann folgen Sicherheitsbedürfnisse (nach Beständigkeit, Schutz, Angstfreiheit, Überschaubarkeit, Regelhaftigkeit usw.), soziale Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe sowie die ICH Bedürfnisse nach Wertschätzung. An der Spitze der Pyramide steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

In einer sich immer schneller verändernden Welt, überwiegt bei den Kindern das Bedürfnis nach Verlässlichkeit. Sie brauchen eine feste Ordnung, Rituale, Regeln und eine klare Struktur, da ihnen sonst droht die Orientierung zu verlieren.

Auch die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Liebe und Wertschätzung werden durch das erzieherische Verhalten positiv gefördert. Beim Gespräch mit dem Kind ist der Augenkontakt sehr wichtig, genau wie die Selbstverständlichkeit das Kind aussprechen zu lassen.

Kinder sollen sich nicht anpassen, sondern selbständig die Welt erforschen und sich allseitig entwickeln können.

Natürlich ist es nie ganz möglich, alle Bedürfnisse von Kindern zu befriedigen - ein gewisses Maß an Frustration ist nicht zu vermeiden. Außerdem wachsen Kinder an Belastungen und Problemen (sei es nur ein Streit mit dem Freund), entwickeln neue Fertigkeiten und Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten.

Generell verläuft die kindliche Entwicklung aber unproblematischer bei positiven Rahmenbedingungen.

Belastungen und Problemen werden unsere Kinder ihr Leben lang immer wieder begegnen - entscheidend ist, dass sie mit diesen auf eine entwicklungsfördernde Weise umgehen können.

 

4.8.3. Förderung benachteiligter Kinder (Münchner Förderformel)

„Ziel der Münchner Förderformel ist, zusammen mit der gesetzlichen Förderung nach BayKiBiG einen Finanzierungsrahmen zu schaffen, um Chancengleichheit, Fördergerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit für alle Münchner Kinder zu ermöglichen.“

Seit 2021 nimmt unsere Einrichtung an der Münchner Förderformel teil. Die Münchner Förderformel baut auf die Leitlinie der Stadt München „mit dem Ziel, die Bildung in München gerecht und zukunftssicher, großstadtorientiert und weltoffen zu gestalten“ auf.

Sie ist ein kommunales Finanzierungskonzept, mit dem ca. 1.400 Kindertagesstätten in München gefördert werden.

Die Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sollen hiermit erhöht werden, das heißt, alle Kinder sollen zukünftig, unabhängig von ihrer Herkunft, gleiche Chancen erhalten.

Die Münchner Förderformel ist Teil des Bundesprojekts „Lernen vor Ort“. Sie stellt eine zusätzliche Förderung zur gesetzlichen Förderung dar, die ausschließlich durch die Landeshauptstadt München finanziert wird. Die Eckpunkte der Münchner Förderformel sind: • Kindertageseinrichtungen haben die Möglichkeit Zusatzleistungen (z.B. für zusätzliches Personal) zu beantragen •

Kindertageseinrichtungen in ausgewiesenen Stadtteilen werden über den Standortfaktor zusätzliche Mittel zugebilligt, um die Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu erhöhen •

Beiträge der Familien unterliegen einer Gebührenobergrenze • Bezuschussung innovativer Betreuungskonzepte.

Elternentgelte werden analog zu den Elternbeiträgen der Landeshauptstadt München erhoben •

Erhöhungen der Landeshauptstadt werden jeweils angepasst • Elternbeiträge werden 12xjährlich erhoben • Reduzierung der Elternbeiträge ist möglich, wenn der maßgebliche Gesamtbetrag der Einkünfte (nach § 2 Abs.3 Einkommensteuergesetz) der Sorgeberechtigten den Betrag von 80 000 € nicht übersteigt.

Antrag auf Einkommensberechnung gilt jeweils für die Dauer eines Kindertageseinrichtungsjahres (01.09. bis 31.08.) und ist für jedes Kindertageseinrichtungsjahr neu zu stellen • Einkommensberechnung kann nur erfolgen, wenn die Eltern ihre maßgeblichen Einkünfte in erforderlichem Umfang gegenüber der Gebührenstelle des Referates für Bildung und Sport nachweisen.

Bescheid über die KiTa- Beiträge wird von der zentralen Gebührenstelle an die Einrichtung und in Kopie an die Sorgeberechtigten gesendet.

Solange uns kein Ermäßigungsbescheid der Landeshauptstadt München vorliegt, berechnen wir den regulären Beitrag

 

 

4.8.4 Umgang mit Antisemitismus, Radikalismus, Rechtsextremismus…

In unserer KITA gelten humanistische und demokratische Werte von gegenseitigem Respekt, gelebter Toleranz und Gewaltfreiheit.

Daher DULDEN wir KEINE menschenverachtenden, radikalen, rassistischen, den Nationalsozialismus verherrlichenden, antisemitischen, sexistischen, homophoben und gewaltverherrlichenden verbalen Äußerungen sowie Zeichen, Symbole, Codes, Marken und Medien.

4.8.5 Geschlechtersensible Erziehung

Bei der geschlechtersensiblen Erziehung geht es vor allem darum, dass man die typischen „Rollenstereotypen“ erkennt und vermeidet.
Jungs müssen nicht zwangsläufig nur mit Autos und Bausteinen spielen, genauso wenig wie Mädchen nur mit Puppen als „Mädchen“ gelten.
Bei uns ist es wichtig, dass jedes Kind unabhängig des Geschlechts seine Fähigkeiten und Interessen entwickeln und ausleben kann.
Wenn ein Junge weint wird er nicht etwa abgespeist mit den Worten „Jungs weinen nicht“, sondern auf seine emotionale Lage wird genauso sensibel eingegangen wie bei Mädchen.
Wir fördern die Entwicklung der Kinder ganzheitlich und bemühen uns nicht in die stereotypen Rollen zu fallen.

 

4.9.  Tagesstruktur

…im Kindergarten

Wir beginnen den Tag um 7.30 Uhr mit einem Frühdienst. Ziel ist hier eine ruhige, gemütliche Anlaufphase in den Tag zu erreichen. Der Frühdienst findet in Kindergartengruppe statt und wird für Kinder aus beiden Gruppen angeboten.

 

Um 8.15 Uhr verabschieden sich alle Krippenkinder von uns. Diese gehen nun gemeinsam mit ihren Betreuern in die eigene Gruppe.

Die reguläre Bringzeit endet um 9.00 Uhr. In diesen 1½ Stunden, haben Kinder im Kindergarten die Möglichkeit zu frühstücken oder frei zu spielen.

 

Unser Morgenkreis beginnt um 9.00 Uhr. Wir nutzen diese Zeit um uns zu begrüßen, sich zu orientieren (wer ist heute da, wer fehlt, was wird heute geboten), gemeinsam zu singen, tanzen, Kreisspiele zu spielen. Im Morgenkreis arbeiten wir Jahres-situationsbezogen (es werden aktuelle Themen behandelt wie: Erntedankfest, Sankt Martin, Nikolaus…)

Um 9.30 Uhr können Kinder frei wählen, OB, WIE, MIT WEM und WO sie spielen wollen. In dieser Zeit bieten wir den Kindern verschiedene pädagogische Angebote, an denen sie gerne Teil nehmen können an.

 

Öfter verbringen wir den Vormittag auf einem Spielplatz, oder im Luitpoldpark. In warmen Monaten sind wir beinahe zu täglich unterwegs im „Grünen“ und bieten den Kindern viele Bewegungsspiele und pädagogische Angebote für „Draußen“ an. Dann gehen wir schon um 9.00 Uhr los und verlegen den Morgenkreis in die Natur.

 

Um 12.00 Uhr haben schon alle Kinder Hunger und nach einem gründlichen waschen unserer Hände setzen wir uns gemeinsam an den Tisch zum Mittagessen. Danach putzen wir allen unsere Zähne und Kinder die müde sind, oder sich das Eltern wünschen können sich in die oberen Räume zum Mittagschlaf begeben.

 

In dieser Zeit findet unten im Kindergarten Vorschule, oder Mathematisch Naturwissenschaftliche Erziehung statt. Hierzu lassen wir uns genügend Zeit um auf die Fragen der Kinder anzugehen, ewt. in noch kleineren Gruppen gezielt fördern zu können.

 

 

Danach können alle Kinder bis zum Aufstehen der ruhenden Kinder frei Spielen, basteln oder mit einer Begleitperson in den Garten gehen.

Um 14.00 Uhr werden alle Kinder die noch schlafen geweckt, angezogen und kommen wieder in ihre Gruppe zurück.

Eine gemeinsame Brotzeit findet um 14.30 Uhr statt. Wir lassen uns hier gemütlich Zeit und besprechen in einer ruhigen Atmosphäre mit Kindern wie sie den Tag bis jetzt erlebt und empfunden haben.

Um 15.00 Uhr, oder ein wenig später (je nach dem Essenstempo der Kinder) werden Gruppen für gezielte pädagogische Angebote gebildet. Hierzu gehört das Englisch, Musikalische Früherziehung, das Gestallten von Portfolios, Deutsch, Schlaumäuse usw. Wir bieten diese Angebote im Wechseln an. Nicht alle an einem Tag.

 

 

Sind wir hier mit fertig, können Kinder wieder entscheiden, was sie nun weiter gerne machen wollen. Sie können zwischen Freispiel und weiterführenden Angeboten frei wählen.

 

Um 17.30 Uhr schließt unser Kinderhaus seine Türen.

 

 

…in der Kinderkrippe

Auch hier beginnt der Tag um 7.30 Uhr mit einem Frühdienst. Ziel ist hier eine ruhige, gemütliche Anlaufphase in den Tag zu erreichen. Der Frühdienst findet in Kindergartengruppe statt und wird für Kinder aus beiden Gruppen angeboten.

 

Um 8.15 Uhr verabschieden sich alle Krippenkinder von den Kindergartenkindern und gehen in ihre Gruppe. Dort wird freigespielt und auch für die kleinsten endet die Bringzeit um 9.00 Uhr. Bis 9.30 Uhr können Kinder freispielen. Dann setzen sie sich alle an den Tisch und machen eine gemeinsame Obstbrotzeit.

 

Ab 10.00 Uhr bieten wir auch hier pädagogische Angebote wie das Basteln, Malen, Buchbetrachtung, Experimente für die „Kleinsten“, Backen u anderes an. An schönen Tagen gehen wir spazieren, oder besuchen einen Spielplatz. Oft wird die Krippengruppe am Vormittag in kleinere Gruppen aufgeteilt und gezielt gefördert. Zum Beispiel lernen die 2-3- jährige Kinder spielerisch Farben und die ganz „Kleinen“ gehen in den Garten, oder malen mit Fingern und ähnliches.

 

 

Um 11.15 Uhr setzten sich allen an den Tisch und beginnen nach einem gemeinsamen Tischspruch mit dem Mittagessen. Auch hier putzen sich Kinder danach ihre Zähnchen. Vor dem „Schlafen gehen“ werden alle noch mal gewickelt und langsam in ihre Bettchen gebracht. Nun schlummern sie bis spätestens 14.00 Uhr. Kinder die von sich aus schon früher wach werden dürfen die Zeit bis zum „Aufstehen aller anderen“ im Nebenraum verbringen und spielen.

Alle Kinder werden um 14.00 Uhr aus dem Schlaf langsam und sanft geweckt, gewickelt und angezogen.

Um 14.30 Uhr machen auch sie eine gemeinsame Brotzeit und dürfen dann entscheiden was sie als nächstes tun wollen. Zur Auswahl steht hier den Kindern eine eingeleitete Beschäftigung mit der Erzieherin, oder das Spielen mit Freunden. In warmen Monaten gehen wir nach der Brotzeit dann immer den Garten zum spielen.

 

4.10.  Bildungsangebote

Die Teilnahme an unseren Bildungsangeboten wird den Kindern frei überlassen. Es ist in unserem Interesse diese Angebote so zu gestalten, dass sie die kindliche Neugier wecken.

 

4.10.1.  Vorschule

Die Vorschule findet dreimal in der Woche statt und umfasst Bereiche: Sprache, Sachunterricht, Mathematik, bildnerisches Gestalten, Sozialverhalten, Körperwahrnehmung und emotionale Entwicklung. Jede Stunde beginnt mit kinesiologischen Übungen, um die Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälften zu verbessern bzw. diese zu aktivieren. Somit gewinnen die Kinder auch wertvolle Hinweise, die sie später in der Schule anwenden können.
Lernziele:
Im Mittelpunkt der Vorschulerziehung steht neben individuellen Lernzielen, die Motivation für kindliches Lernen zu schaffen und mithin die Voraussetzung für späteres leistungsorientiertes, schulisches Lernen zu ermöglichen. Ziel ist es die sozial-emotionalen und motorischen Kräfte im Zusammenhang mit den kognitiven Fähigkeiten zu fördern und das Beobachten, das Vergleichen und das Kommunizieren zu erlernen und Aufgabenlösungen anzubieten.

 

4.10.2.  Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung

Uns begegnen im Alltag viele Dinge, die für die Großen selbstverständlich sind, aber bei den Kleinen großes Staunen und die Frage nach dem WARUM? auslösen.
Warum können einige Insekten auf dem Wasser gehen? Warum heißt der Rotkohl auch Blaukraut? Warum ist der Himmel blau? Warum regnet es eigentlich? und und und ...

Wir machen uns gemeinsam mit unseren Kindern auf die Suche nach Fragen und deren Antworten.
Mit interessanten Experimenten wollen wir die Freude und die Neugierde an naturwissenschaftlichen Phänomenen wecken.
In die Erfahrungsbereiche Wasser, Luft, Erde, Feuer, Licht, Elektrizität, Physik, Chemie und Pflanzen tauchen wir während des ganzen Kindergartenjahres spielend ein: wir forschen und entdecken.
Die Experimente sind immer dem Alter der Kinder entsprechend ausgewählt.

 

4.10.3.  Musikalische Früherziehung

Die Welt der Musik weckt bei Kindern oft Neugierde und Faszination aus.
Die gesamte Persönlichkeit des Kindes wird gefordert und gefördert, wenn Kinder Musik aktiv in Tanz und Bewegung umsetzen.
Dank musikalischer Früherziehung lernen Kinder in spielerischer Art und Weise den Umgang mit verschiedenen Instrumenten kennen. Sie dürfen ausprobieren und improvisieren. Am Anfang werden einfache Rhythmen gespielt, später lernen die Kinder Lieder instrumental zu begleiten. Sie haben Spaß am gemeinsamen musizieren und erleben sich dabei als Gruppe das Wir Gefühl wird gestärkt.
Durch das Singen wird die Stimmbildung der Kinder gefördert und das Gehör sensibilisiert, außerdem werden durch das beidhändige Spielen die linke und die rechte Gehirnhälfte angesprochen und aktiviert.
Musikalische Früherziehung bereichert die Kinder reich an verschiedenen Liedern und Tänzen, Klanggeschichten, Kreis- und Singspielen

 

 

4.10.4.  Sprachliche Bildung und Förderung

Die Kinder sowohl in der Krippe als auch im Kindergarten werden von den Fachkräften ermuntert und motiviert sich verbal im Tagesgeschehen einzubringen. Dabei ist die Art der Kommunikation den Kindern vorbehalten. Gestiken und Mimik der Kinder, die sich aufgrund des Alters, Migrationshintergrund oder einer sonstigen Ursache noch nicht verbal (in deutscher Sprache) äußern können, wird genauso viel Bedeutung beigemessen wie dem gesprochenen Wort.
Die Förderung des aktiven und passiven Wortschatzes geschieht spielerisch, z.B. durch Vorlesen von Geschichten, Kreis- und Gesellschaftsspielen, Hörspielen, Musik etc.
Die Fachkräfte achten darauf, dass ein Kind nicht überfordert wird und gehen individuell auf die Bedürfnisse und den Stand
der Kinder ein.
Neben des aktiven Sprachgebrauchs sollen die Kinder auch lernen längeren Erzählungen folgen zu können und Geschichten eigenständig zu erzählen.

Im Bereich der Krippe wird besonders auf das Erlernen und die Bildung von Worten und Wortlauten Wert gelegt. Auch hier wird auf den individuellen Entwicklungsstand des Kindes eingegangen.

Für Kinder mit Eltern beide nichtdeutschsprachiger Herkunft und Kinder, bei denen zumindest ein Elternteil deutschsprachiger Herkunft ist werden Sprachstandserhebungen durchgeführt (SISMIK und SELDAK) um individuelle Förderungen anzustreben.
In Zusammenarbeit mit der Grundschule wird in einem „Vorkurs Deutsch lernen vor Schulbeginn“ eine Sprachfördermaßnahme durchgeführt.

 

4.10.5  Das Würzburger Sprachprogramm

Das Würzburger Trainingsprogramm ist ein Trainingsprogramm für Vorschulkinder zur Verbesserung der phonologischen Bewusstheit, wodurch das Erlernen des Schreibens erleichtert werden soll.

Das Trainingsprogramm kann von Erziehern/innen in den letzten sechs Monaten vor der Einschulung durchgeführt werden und dauert insgesamt 20 Wochen. Dabei werden an fünf Tagen in der Woche in Kleingruppen

 

Übungen mit einer Gesamtübungszeit von jeweils 10 bis 15 Minuten durchgeführt. Pro Tag werden zwei Übungen durchgeführt. Die einzelnen Übungen können sechs Bereichen zugeordnet werden: Lauschspiele, Reime, Sätze und Wörter, Silben, Anlaute und Phone.

 

4.10.6  Medienpädagogik/ Schlaumäuse

Medien haben auf unser Leben einen immer größeren Einfluss. Nachrichten, Fernsehen, Computer, Social Media – dies alles gehört zum Alltag. Der Umgang mit Medien muss erlernt werden und beinhaltet nicht nur die Technik zu verstehen und bedienen zu können, sondern mit ihr auch pfleglich umzugehen und die Vielfalt von Reizen und Informationen filtern und verarbeiten zu können.
Gerade Kinder sind im Umgang mit Neuem unbefangener als Erwachsene und probieren gerne Dinge aus. Zum Beispiel ist es heutzutage nicht ungewöhnlich, dass ein zweijähriges Kind ein Smartphone besser bedienen kann als die Großeltern, oder ein Kindergartenkind ohne Probleme mit Papa Playstation spielt.

Durch Projekte und Angebote können Kinder auf Medien speziell vorbereitet und sensibilisiert werden.
„Wie funktioniert ein (Lern-)Computer? Warum macht die Puppe Geräusche? Wie kann von einer CD Musik zu hören sein?“
Anhand praktischer Erfahrungen, z.B. unter Einbeziehung technischer Geräte wie z.B. eines Computers, Beamers oder Sprachaufnahmen können Kinder durch eigenes Mitwirken und Erleben die Technik begreifen.
Social Media für Kinder ist ebenfalls keine Neuerung, hier lernen die Kinder die Interaktion mit anderen Kindern über Medien und auch die Benutzung der Software. Es sind auch Geräte, die die Präsentation eigener Entdeckungen und Erfindungen ermöglichen und erleichtern. Jedes Kind sollte auf diese zugreifen und sich mit ihrer Nutzung vertraut machen können

Ein wichtiger Punkt in der informationstechnischen-, Medienbildung und Erziehung ist auch die Transparenz zu den Eltern. Der Umgang und alltägliche (übermäßige) Gebrauch von Technik ist ein Punkt, der gerade bei den Eltern von (Klein-)Kindern Diskussionen auslöst. Müssen Kinder schon mit Smartphone und Computer umgehen? Viele Eltern und auch Erzieher/innen halten den Umgang mit Technik und Medien für zu früh. Hier können Informationsabende und Diskussionsrunden helfen eventuelle Ängste oder Bedenken der Eltern aufzugreifen.

Schlaumäuse

Die Microsoft Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ zielt auf nachhaltige Impulse für eine Verbesserung der Sprachbildung, insbesondere auf die Anbahnung des Schriftspracherwerbs bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren in Kindertagesstätten.

Sie fördert den frühkindlichen Sprachschrifterwerb der Kinder, ohne sie dabei zu überfordern. Auf einem virtuellen Spielplatz entdecken die Vorschulkinder die deutsche Sprache. Das Programm mit fröhlich-bunt animierten Lernspielen ermutigt zum Mitmachen, Mitdenken und Mitspielen. Ohne auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen zu sein, haben die Kinder die Möglichkeit, Sprache und Schrift selbstständig und auf ihrem persönlichen Lernniveau zu erforschen, Neues auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen.

 

4.10.7  Bewegungserziehung

Durch Bewegung nehmen Kinder Kontakt mit ihrer Umwelt auf und können so mit ihr in Interaktion treten. Dabei spüren sie sich selbst deutlich und erfahren im Kontakt mit anderen oder anderem, wie unterschiedlich sich Dinge anfühlen oder verhalten. Diese Vorgänge regen das Denken der Kinder an, da sie begreifen wollen, was vor sich geht.
Wir bevorzugen deshalb Bewegungsspiele, bei denen die Kinder einem ihrem Alter entsprechende Bewegungen machen oder nachahmen können. Dabei geht es nicht nur um Gehen oder Laufen, sondern auch um Bewegungskoordination und Bewegungsabläufe. Hierfür eignen sich Bewegungsspiele für Drinnen und Draußen, Wahrnehmungsspiele, gefühlvolle Spiele, Reaktionsspiele, meditative und ruhige Spiele.

 

4.10.8. Umweltbildung- und erziehung

Die Erziehung zu einem sensiblen und verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur gehört heute selbstverständlich zu den Zielen pädagogischer Arbeit in unserer Kindertagesstätte.
Der verantwortliche Umgang mit der Natur ist sogleich auch ein verantwortlicher Umgang mit unseren eigenen Lebensgrundlagen. Die Elemente Waser, Feuer, Erde und Luft bieten für die Kinder eine unerschöpfliche Quelle von Erfahrungsmöglichkeiten.
Was in unserem Leben und dem Leben unserer Vorfahren ganz selbstverständliche Erfahrungen waren, müssen wir den Kindern heute wieder (künstlich) ermöglichen, indem wir sie mit Projekten und Maßnahmen an das Wissen durch eigene Erfahrungen heranführen. Naturerlebnisse sind mehr als elementare Erfahrungen, die auch durch Experimente gewonnen werden können. Sie umfassen eine ganzheitliche Erfahrung von Sonne, Licht, Wärme, Körpergefühl und Sinneseindrücken verbunden mit bestimmten Naturerlebnissen.
Für Erzieherinnen ist es nicht nur selbstverständlich Kinderfragen zu beantworten, sondern auch Gedankenanstöße zu geben und Kindern Wissen zu vermitteln. Dies ist auch in der Umweltbildung von Bedeutung. Nicht nur die ganzheitliche Erfahrung mit der uns umgebenden Welt, sondern auch das Wissen über Zusammenhänge sind wichtige Voraussetzungen für den Umgang mit der Natur. So können Kinder z.B. über die Bedürfnisse ihres eigenen Körpers auch zu Fragen über die Bedingungen der Natur geführt werden.
Welche Bedürfnisse haben Tiere und Pflanzen?
Wo ist ihr natürlicher Lebensraum?
Welche Bedürfnisse der Menschen können sie befriedigen?
Woraus beziehen wir unser Trinkwasser?
Gibt es genug Nahrung für alle und welche Nahrung stellt die Natur für uns zur Verfügung?
Diese Themen werden über Einzelprojekte in die Wissensvermittlung eingebunden. Dabei wird Wissen mit praktischen Erfahrungen verbunden.
Kinder müssen etwas anfassen, etwas fühlen, oder hören, riechen oder schmecken können um ihren Umwelt mit allen Sinnen zu begreifen (z.B. die Rinde der Eiche fühlt sich anders an, als die Rinde der Buche). So wirkt der Tastsinn und das Sehen beim Wiedererkennen mit.

 

4.10.9  Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

Im Gruppenalltag oder bei Ausflügen haben die Kinder die Möglichkeit ihre Fantasie zu entfalten und kreativ zu werden. Dabei lernen sie nicht nur die verschiedensten Materialen oder Werkzeuge kennen, sondern auch den verantwortungsbewussten Umgang mit selbigen, wie z.B. das Benutzen einer Schere. Sie entwickeln dabei zentrale feinmotorische Fertigkeiten wie das Schneiden, Augen-Hand-Koordination oder auch die Stifthaltung.
Sie lernen mit unterschiedlichen Materialien auch verschiedene Techniken anzuwenden.
Beim Sortieren und im Umgang mit Mengen, Formen und Farben werden zudem grundlegende mathematische Kernkompetenzen eingeübt.


Gemeinschaftsprojekte fördern neben der Kreativität auch noch die soziale Kompetenz. So lernen die Kinder z.B. die Einhaltung von Regeln und vor allem auch das Wertschätzen der Werke anderer.
Im Rahmen des gemeinsamen Erschaffens bilden die Kinder auch gleichzeitig ihre sprachlichen Fähigkeiten aus.
Durch das Erschaffen von eigenen Kunstwerken lernen die Kinder, dass sie nicht nur mit Worten sich selber ausdrücken können, sondern auch durch ihr gestalterisches Tun eine Möglichkeit haben, die eigene Weltsicht, Wünsche und Emotionen auszudrücken (emotionale Kompetenz).
Die Angebote werden dabei nicht nur auf den Gruppenraum beschränkt, sondern beinhalten auch das Erleben an Orten in der Stadt, die Kunst und Kultur beherbergen.
Besuche in Theatern, Museen oder Ausstellungen bieten den Kindern ebenfalls mannigfaltige Arten der Kunst und Kultur.

 

4.10.10  Kochen mit Kindern

Heutzutage kommen fast alle Grundnahrungsmittel direkt aus dem Regal auf den Tisch Milch, Brot, Käse und Wurst werden fertig zubereitet dem Konsumenten mundgerecht vorgesetzt. Selbst Gemüse kommt immer häufiger als Fertig-Gericht frisch aus der Kühlbox auf den Tisch. Für Kinder wird es daher immer selbstverständlicher, dass Essbares stets in Dosen, Gläsern und bunten Kartons vorzufinden.
Die bewährte Alternative heißt Kochen für Kinder mit Kindern.
Durch gemeinsames Kochen mit unseren Kindern erfahren sie Geborgenheit und Entspannung in der Küche. Nebenbei lernen sie den richtigen Umgang mit Küchengeräten, was ihre Motorik ebenso schult, wie ihre Selbstständigkeit.
Das Wichtigste ist aber der gesund- essen- Effekt. Lebensmittel nicht nur zu schmecken, sondern auch auszuwählen, zu kaufen und zuzubereiten führt bei Kindern zu besseren und gesünderen Essgewohnheiten.

 

4.10.11  Erlebnispädagogik

Definition Erlebnispädagogik:

Erlebnispädagogik beschreibt einen methodischen und erlebnisorientierten Ansatz, der mittels vielfältigen und naturnahen Settings die Teilnehmenden vor reale Aufgaben, Herausforderungen, Frage- und Problemstellungen und eben erlebnisreiche Eindrücke stellt, deren Umsetzung, Lösung oder Internalisierung gleichzeitig eine positive Veränderung und Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit fordern will.“
Stephan Straub & Leif Cornelissen N.E.W. - Institut Freiburg

 

Sag mir wie und ich vergesse es.

Zeig mir wie und ich werde mich erinnern.

Lass es mich erleben und ich werde es verstehen.

 

Durch die Erlebnispädagogik wollen wir unsere Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern und stärken und ihnen Freude und Spaß an Bewegung und einem gesunden Lebensstil vermitteln.

Wir konzentrieren uns dabei vorwiegend, jedoch nicht ausschließlich auf die „Outdoor“ Beschäftigungen- Erlebnisse – Aktivitäten.

Erlebnispädagogische Aktivitäten finden bei uns immer in Gruppe statt. Dies fordert von den Kindern eine gewisse Kommunikations-, Team- und Konfliktfähigkeit. Außerdem fördern die erlebnisorientierten Aktivitäten Toleranz und Akzeptanz.

Kinder erfahren verantwortungsbewussten Umgang mit Natur und das Bestreben sie zu erhalten und zu schützen.
Durch die Auseinandersetzung mit der neuen und herausfordernden Situation entwickeln Kinder Fähigkeiten, die sie bisher in dieser Form von sich nicht wahrgenommen haben.

 

 

4.10.11 Verkehrserziehung

Erfolgreiche Verkehrserziehung in Kindertageseinrichtungen! Im Rahmen des DVW-Programms "Kinder im Straßenverkehr" (KiS) informieren geschulte Moderatoren Erzieherinnen und Erzieher über neue pädagogische Ansätze und Methoden und unterstützen Einrichtungen bei der Planung verkehrspädagogischer Aktionen.

Im Fokus stehen die entwicklungsbedingten Verhaltensweisen von Vorschulkindern im Straßenverkehr und die Vorbereitung auf eine situations- und altersgerechte Verkehrserziehung. Die KiS-Moderatoren bieten neben praxisnahen Empfehlungen Anleitungen zur gezielten Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung.

 

 

4.10.12 Portfolios

Im Kindergartenportfolio wird alles gesammelt, was die Entwicklung des Kindes dokumentieren kann: Entwicklungseinschätzungen, Beobachtungen, Fotos aus dem Kindergartenalltag, Kommentare von Kindern, Eltern und Pädagoginnen. Kindergartenportfolios sind keine Kinderakten, sondern sollen Kindern, Eltern und Pädagoginnen die Geschichte des Aufwachsens jedes Kindes erzählen und illustrieren. Deshalb finden sich auch Zeichnungen, Sprüche, Erzählungen und Gedanken des Kindes im Portfolio.

 

 

4.10.13  Kinderhaus eigene Bücherei

Im Kindergarten steht den Kindern und Eltern eine hauseigene Bücherei zur Verfügung, aus der sie gerne Bücher entleihen können. Damit unterstützen wir das Lesen und Vorlesen der Kinder auch im heimischen Umfeld.

 

4.10.14  Englisch
LET'S PLAY ENGLISH
(A Language Programme for and with Children). Diane STROBEL

Das Konzept zum Erlernen der englischen Sprache wird von Frau Strobel bereits seit 20 Jahren in München mit den Kindergartenfreunden und den Discovery Camps auch mit der Genehmigung und der Unterstützung der Stadt München an Kindertagesstätten und Schulen erfolgreich umgesetzt.
Die KITA Villa Hokus-Pokus profitiert von der Expertise von Frau Strobel enorm. Gerade das situationsorientierte Lernen, das den Interessen und Neigungen der Kinder entgegenkommt, kommt bei den Kindern nicht nur sehr gut an, sondern führt zu großen Lernfortschritten und das ganz spielerisch. Alle Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren nehmen am Englisch-Unterricht in drei Gruppen teil. Die erste Gruppe umfasst Kinder im Alter von drei bis vier Jahren; die zweite Gruppe Kinder im Alter zwischen vier und fünf und die dritte Gruppe Kinder im Alter zwischen fünf und sechs Jahren. Der Unterricht findet für insgesamt vier Stunden an zwei Vormittagen in der Woche, montags und freitags, statt.

 

4.10.15  Beobachtungsbögen und Dokumentation

 

4.10.15.1  GABIP - Ganzheitliches Bildungsdokumentations-Programm

GABIP ist eine Software zur Erstellung professioneller Bildungsdokumentationen in Krippen, Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Offenen Ganztagsschulen u.v.m.

Auch in unserem Kinderhaus nutzen wir diese moderne und spannende Art der Dokumentation. Dabei wird ähnlich wie bei Portfolios für jedes Kind ein eigener Ordner erstellt.

In diesem Ordner sind beinahe zu alle Entwicklungsbereiche aufgelistet und werden nach ausreichenden Beobachtungen von den Erziehern regelmäßig bearbeitet. Unsere Eltern bekommen diese bei den Entwicklungsgesprächen vorgelegt und beim Ausstritt des Kindes aus der Einrichtung auf einem USB-Stick kopiert.

 

 

4.10.15.2  Beobachtungsbögen: Sismik Seldak und Perik

Auch wir begleiten und dokumentieren den Entwicklungsverlauf unserer Kinder anhand von Beobachtungsbögen.

Sismik ist ein Beobachtungsbogen für die systematische Begleitung der Sprachentwicklung von Migrantenkindern von ca. 3 ½ Jahren bis zum Schulalter - mit Fragen zu Sprache und Literacy (kindliche Erfahrungen rund um Buch-, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur).

Seldak ist ein Beobachtungsbogen für die systematische Begleitung der Sprachentwicklung von Kindern, die mit Deutsch als Erstsprache (Muttersprache) aufwachsen. Der Bogen umfasst die Altersspanne von 4 Jahren bis zum Schulalter. Konzeption und Aufbau sind ähnlich wie bei Sismik.

Perik ist ein Bogen zur Beobachtung der sozial-emotionalen Entwicklung. Eine gelingende sozial-emotionale Entwicklung ist für Kinder auf verschiedenen Ebenen von besonderer Bedeutung: Sie ist die Basis für subjektives Wohlbefinden, für eine erfolgreiche Regulation von positiven und negativen Gefühlen, für befriedigende Beziehungen zu anderen Kindern und zu Erwachsenen. Darüber hinaus sind sozial-emotionale Kompetenzen wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen.

Die Einsicht in die Beobachtungsbögen ist den Eltern selbstverständlich jederzeit möglich.

 

4.10.16  Villa Hokus Pokus und Ampo Mia

Das von Kathrin Rohde seit 2003 geleitete Projekt, dass sich exklusiv den Problemen von minderjährigen Mädchen (hierzu gehören Zwangsehen, Kinderarbeit, Missbrauch, Vergewaltigungen, ungewollte Schwangerschaft und Verbannung aus der Familie aufgrund von HIV/AIDS) in Burkina Faso widmet, begleiten wir von der KITA Villa Hokus-Pokus mit sehr viel Sympathie. Getreu dem Motto: “Managré Nooma – Das Gute geht nie verloren”!

Durch dieses Projekt werden die Kinder der Einrichtung früh, aber altersgemäß mit den Problemen gleichaltriger Kinder in der vierten Welt vertraut gemacht. Unsere Aktionen: Kinder basteln und malen Kunstwerke, die im Basar im Rahmen unseres Afrika-Festes verkauft werden, findet nicht nur bei den Eltern viel Anklang, sondern auch bei den Mädchen in Burkina Faso. Der Erlös geht nämlich zu 100 Prozent an Ampo Mia.

http://www.sahel.de/ampo/einrichtungen/maedchenhaus-mia).

Regelmäßiger Briefverkehr, das gegenseitige Zusenden von Bildern und Besuche vor Ort runden unser Engagement ab.

4.10.17  Interkulturelle Pädagogik

Grundgedanke der interkulturellen Erziehung im Elementarbereich ist der, dass alle Kinder auf ein Leben in einer heterogenen Gesellschaft vorbereitet werden. Daraus folgt, dass auch deutsche Kinder Adressaten eines solchen Ansatzes sind. Im Mittelpunkt steht, dass gemeinsame Bemühen und ein friedvolles Zusammenleben in der Kindergartengruppe, geprägt von Akzeptanz und Respekt allen anderen Kindern gegenüber. Wir verstehen interkulturelle Pädagogik als durchgehendes pädagogisches Prinzip und setzen deshalb einzelne Punkte in Aktionen um, zum Beispiel das Geburtstagslied wird in mehreren Sprachen gesungen, Gewohnheiten und Traditionen anderer Länder werden vorgestellt etc..

Dabei werden alle Bereiche des Kindergartenlebens in das interkulturelle Konzept einbezogen: Sprachförderung, Spiel und Gesundheitserziehung

4.11  Pädagogische Projekte

 

4.11.13  Unterschiede zwischen pädagogischen Angeboten und Projektarbeit

Ein Angebot ist nicht mit einem Projekt gleichzusetzen. Eine pädagogisch sinnvoll aufgebaute Projektarbeit wird gemeinsam mit den Kindern geplant, umgesetzt und dokumentiert. Sie behält keine Zeitgrenze und dauert so lange, wie lange Kinder ihr Interesse zeigen. Der Prozess und Verlauf eines Projektes ist am Verlauf des kindlichen Interesses ausgerichtet und orientiert sich an der Lebenswelt und Bedürfnissen der teilnehmenden Kinder.

In der Projektarbeit werden alle Bildungsinhalte und Kompetenzen, die man vermitteln möchte, in ein großes Ganzes gebunden und schaffen einen thematischen Bezug. Alle Inhalte, die die Kinder dabei erfahren, sind miteinander verknüpft und bauen aufeinander auf. Durch die Verknüpfung und den Zusammenhang entsteht ein ganzheitliches Lernen.

Ein Angebot geht von der Erzieherin aus. Unterschiedliche Angebote haben oft keinen Bezug zueinander. Jedes Angebot wird von der dafür zuständigen Kraft erarbeitet. Eine Lebensweltorientierung ist nicht zwangsläufig bei allen Angeboten vorhanden. Angebote stehen für sich alleine, weisen keinen inhaltlichen Bezug zueinander auf und die Kinder haben keinen Einfluss auf den Verlauf.

Projekte mit Kindern sollten immer sorgfältig durchgeführt werden. So erfahren die Kinder einerseits ganzheitliche Bildung und sie erleben andererseits Spaß und Freude an der Projektarbeit.

Diese Begeisterung bildet die Grundlage für jedes weitere Projekt.

 

4.11.2. Methodisches Handeln beim Erarbeiten von pädagogischen Projekten

Bei der Ideenfindung für ein geeignetes Projekt muss man ganz gezielt vorgehen. Das Team beobachtet über einen vereinbarten Zeitraum die Spielsituation in der Gruppe. Anschließend wird eine Kinderkonferenz veranstaltet, um festzustellen, was momentan der Kernpunkt in der Gruppe ist. Es werden Ideen, Anregungen und Wünsche der Kinder gesammelt und von den Kindern selbst ausgewertet.

 

Am Ende entscheiden die Kinder über das Projekt, das ausgeführt werden soll.

Jede Projektarbeit besteht aus vier Bausteinen:

 

1.-der Planung

2.-dem Projektauftakt

3.-der Durchführung und Dokumentation

4.-dem Projektabschluss mit Auswertung

Bei der Projektplanung geht es nicht ausschließlich um die inhaltliche Planung. Hier fließen auch Fragen bezüglich der Zuständigkeit, der Beteiligten und des Personals, wie der Zeit, der Finanzen und zu Inhalten des ganzheitlichen Lernens mit ein.

Ziel der Auftaktveranstaltung ist es, alle Kinder so zu begeistern, dass sie das Projektthema kennen und sich gerne am Projekt beteiligen.

Bei der Durchführung des Projektes wird darauf geachtet, dass die Kinder in unterschiedlichen Kompetenzbereichen gefördert werden. So lernen und erfahren die Kinder Neues in folgenden Bildungsbereichen:

-Sprache, Motorik, Soziales und emotionales Lernen, Naturwissenschaft und Technik, Mathematik, Musik, Kunst.

Dabei soll man so kreativ und vielfältig sein, wie es nur geht. Kinder verinnerlichen Inhalte besser, wenn sie selbst erforschen, hinterfragen, diskutieren, singen, modellieren, beobachten, überprüfen und kreativ gestalten können.

Bei der Durchführung eines Projektes werden immer wieder Reflexionsphasen mit dem Team und mit den Kindern eingelegt.

Der Abschluss jedes Projektes wird immer gefeiert und immer wieder mit Kindern besprochen was sie gelernt haben, was sie wissen, wie sie das Gelernte umsetzen können. So wird der Lernerfolg bei den Kindern gesichert.

Ein Projekt kann auch gemeinsam mit den Eltern und gefeiert werden.

 

4.11.3. Beispiele für Projekte

Folgende Themen für ein mögliches Projekt, haben sich aus der bisherigen Beobachtung und Erfahrung als sehr interessant für Kinder erwiesen:

-Reise ins Weltall (fremde Planeten haben eine besondere Anziehungskraft)

-Abenteuer auf der Wiese (lädt die Kinder ein, die scheinbar unscheinbare Wiese neu zu entdecken)

-Den eigenen Körper entdecken (der menschliche Körper ist für Kinder immer ein interessantes und spannendes Thema)

-Villa Hokus Pokus reist um die Welt (neue Länder entdecken und kennenlernen, in andere Kulturen eintauchen können)

 

 

4.12  Feste feiern, Events und Besonderheiten

Im Kinderhaus legen wir großen Wert auf Traditionen. Alle Traditionen und Feste werden mit Kindern besprochen, gelebt und entsprechend gefeiert.

Dazu gehören:
Erntedankfest, Sankt Martin mit Laternenumzug, Martinsfeuer und Laternenliedern, Nikolausfeier mit einem Nikolaus, Weihnachtsfeier, Faschingsfeier, Ostern mit Eiersuche, Frühlingsfest, Sommerfest…

Unser Ziel ist es jeden Monat einen Ausflug, oder ein Event für die Kinder zu organisieren. Wir unternehmen Ausflüge, die den Kindern Spaß bereiten, aber auch Exkursionen bei denen sie neues erfahren und erlernen können.

Bei externen Angeboten eines Ski-, oder Schwimmkurses werden die Eltern immer informiert und haben die Wahl Ihr Kind am Angebot teilzunehmen zu lassen.

 

 

4.13  Teamarbeit

4.13.13  Grundsatz der Teamarbeit

Die Qualität einer kindorientierten Arbeit hängt besonders auch von der Qualität der Zusammenarbeit ab. Diese wirkt sich auf die gesamte Atmosphäre eines Hauses aus, unterstützt oder hemmt den Arbeitseifer, motiviert in Richtung Eigenaktivität oder bremst die Freude, neue Dinge auszuprobieren.

 

Katzenbach und Smith stellen fünf Grundsätze für die Zusammensetzung eines Teams und eine erfolgreiche Teamarbeit auf:

 

1. eine kleine Anzahl von Personen,

2. sich ergänzende Fähigkeiten der Personen,

3. die Verpflichtung zu einem gemeinsamen Vorsatz und Leistungszielen,

4. das Engagement zu einem gemeinsamen Arbeitsansatz,

5. wechselseitige Verantwortlichkeit.

 

Als Grundsätze unserer Teamarbeit verstehen wir z.B. Verantwortungsbereiche abstecken; Zuständigkeiten innerhalb des Teams klären; Verbesserung der Zusammenarbeit / Teamentwicklung zu fördern.

Methodisches Arbeiten im Team wie z. B. Umgang mit Zeit, Ergebnisprotokollierung, Reflexionsmethoden. Selbsterfahrung bzw. Selbstreflexion als Möglichkeit zur Erhöhung der Teamfähigkeit, Aspekte respektvoller Kommunikation, Umgang mit Feedback (Feedback-Regeln),Umgang mit Konflikten im Team; Konfliktfähigkeit.

 

4.13.14  Inhalte unserer Teamarbeit

 

-Gemeinsam planen, führen und reflektieren wir unsere pädagogische

Arbeit und organisieren die ganze Einrichtung.

-Eine Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig.

-Wir arbeiten regelmäßig an der Weiterentwicklung unserer Konzeption.

-Wir pflegen stets die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und mit

Öffentlichkeit.

 

4.13.3. Methoden erfolgreichen Teamarbeit

 

-Unser Dienstplan und die Verteilung von Aufgaben, werden gleich zum

Jahresanfang besprochen und in regelmäßigen Abständen reflektiert.

-Wöchentliche Teamsitzungen im Kleinteam und monatlich Teamsitzungen

im Großteam.

-Konzeptionstag zur Weiterentwicklung des Konzeptes

-Morgenrunde (kurze Absprache für den einzelnen Tag, Aufteilen von

Aufgaben, Ziele setzen).

-Einzelgespräche der Mitarbeiter mit der Leitung

-Schriftlicher Informationsaustausch mit Hilfe von Protokollen

-Teilnahme an Fortbildungen

 

4.13.3.1 Fortbildungen des pädagogischen Personals

Unsere Mitarbeiter bilden stets weiter aus und nehmen regelmäßig an diversen Fortbildungen teil. Dabei wird die Wage zwischen praktischen und theoretischen Weiterbildungsthemen gehalten. Bei regelmäßigen Teamsitzungen wird das neu Erlernte ausgetauscht und in den Gruppen umgesetzt.

 

4.14  Elternarbeit

 

4.14.13  Ziele der Elternarbeit

 

Ein gutes Verhältnis zwischen Eltern und Betreuern ist sehr wichtig und die Voraussetzung dafür, dass sich das Kind bei uns wohl fühlen kann. Der tägliche Austausch ist von großer Bedeutung. Entscheiden dafür ist eine gegenseitige Wertschätzung und Offenheit im Gespräch.

Wenn Eltern das Vertrauen, das sie in uns gesetzt haben offen zeigen, lösen sich die Kinder leichter von den Eltern, entwickeln soziales Verhalten und erlangen Selbstbewusstsein.

 

4.14.14  Methoden erfolgreicher Elternarbeit

 

-Eltern- Entwicklungsgespräche (zweimal im Jahr besprechen wir die jeweilige Situation des einzelnen Kindes im Gruppenalltag und beantworten gerne Fragen zur seiner Entwicklung).

-Kurze Gespräche und Informationsaustausch „zwischen Tür und Angel“ beim Bringen und Abholen der Kinder.

-Schnuppertag für alle interessierten Eltern: nach Absprache können Sie einen Tag bei uns verbringen und uns bei unserer Arbeit über die Schulter schauen. (max. 1 Person am Tag)

-Elternabende, Feste, Elternbeiratssitzungen

-Jährliche Wahl des Elternbeirates

-Informationskasten im Eingangsbereich für Anregungen, Wünsche, Lob oder Kritik.

-Besichtigungsabend und Anmeldegespräch für neue Eltern.

-Regelmäßige Sprechstunde der Leitung

-Einzelgespräche nach Vereinbarung

-Regelmäßiger Informationsaustausch per Email und Aushänge

 

4.14.15  Aufgaben des Elternbeirates

Der Elternbeirat ist für die Förderung der Zusammenarbeit zwischen dem Träger, dem Personal und der Eltern sehr wichtig. Er vermittelt zwischen dem Träger und Personal einerseits und den Eltern anderseits.

Insbesondere wirkt der Elternbeirat bei der Mitgestaltung und Organisation von Festen und Veranstaltungen, Delegation von Arbeit an die Eltern, Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Konzeption.

Der Elternbeirat hat eine beratende Funktion und wird dadurch bei der Entscheidung aller wichtigen Fragen beteiligt.

 

5. Qualitätsmanagement


Um bedarfsgerecht planen und unsere Einrichtung Ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend gestalten zu können, wird einmal im Jahr eine Elternumfrage durchgeführt. Die Teilnahme an dieser Befragung ist freiwillig und die Befragung erfolgt anonym. Die Daten werden ausschließlich für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Kindertageseinrichtung verwendet.

 

Die pädagogische Konzeption der Villa Hokus-Pokus ist als gebundenes Heft vorhanden und liegt in zweifacher Ausfertigung sowohl im Kindergarten- als auch im Krippenbereich aus.

 

 

 

6. Buchungszeiten und Kosten


Preise und Betreuungszeiten unserer Einrichtung




Buchungszeiten und Monatsbeiträge für die Kinderkrippe

(Kinder im Alter von 1-3 Jahren)

Einkünfte

(Euro) bis…

3 bis 4 Stunden

4 bis 5 Stunden

5 bis 6 Stunden

6 bis 7 Stunden

7 bis 8 Stunden

8 bis 9 Stunden

über 9 Stunden

50.000

0€

0€

0€

0€

0€

0€

0€

60.000

30€

38€

45€

53€

60€

68€

75€

70.000

43€

54€

65€

77€

88€

100€

111€

80.000

53€

68€

83€

97€

112€

127€

141€

Über 80.000

61€

78€

94€

111€

128€

145€

162€


zzgl. sind Verpflegungskosten von 140,-Euro monatlich. Diese beinhalten von unserem Koch frisch zubereitetes Mittagessen mit einer Vorspeise und einer Nachspeise, Brotzeit und Getränke.

 

 

 

 

 

 

Buchungszeiten und Monatsbeiträge für den Kindergarten

(Kinder im Alter von 3-6 Jahren)

 

Einkünfte

(Euro)

4 bis 5 Stunden

5 bis 6 Stunden

6 bis 7 Stunden

7 bis 8 Stunden

8 bis 9 Stunden

über 9 Stunden

Einkommensunabhängig

48€

58€

69€

79€

90€

100€

Tatsächliches Elternentgelt nach Abzug des Beitragszuschuss in Höhe von 100 Euro

0,00 €

0,00 €

0,00 €

0,00 €

0,00 €

0,00 €

 

 

zzgl. sind Verpflegungskosten von 140,-Euro monatlich. Diese beinhalten von unserem Koch frisch zubereitetes Mittagessen mit einer Vorspeise und einer Nachspeise, Brotzeit und Getränke.

 

 

 

 

 

 

7. Das Schlusswort

Das Kind ist eine Pflanze und Erzieher der Gärtner, der ihm zwar das Licht und die Nahrung verschafft,

das wesentliche aber seinen Lebenskräften überlässt.

(Friedrich Fröbel)